09
Apr.
NOIRS VISAGES
Culture et religion
Von 09/04 bis 15/06.
"Schwarze Gesichter". MOSTRE TEMPURARIE: Vom 09. April bis zum 15. Juni 2026. Die Direktion für Kulturerbe der Gebietskörperschaft Korsika beherbergt in Partnerschaft mit dem Verein e Cime zwei Ausstellungen, die dem zeitgenössischen Künstler Jean-Paul Marcheschi gewidmet sind. Zwei Orte, zwei Ausstellungen des bildenden Künstlers Jean-Paul Marcheschi : Ressacs clairs, im Museu di a Corsica. Noirs visages, im Raum A Cisterna - Caserna Padova - Citadella di Corti - Eingang durch die Gärten des FRAC. Durch diese beiden Entfaltungen wird das Publikum zu einer sensiblen Erfahrung eingeladen, bei der die Elemente miteinander in Dialog treten und das Mittelmeer als ein Gebiet der Transformation und der Resonanz erscheint. Der international renommierte Inselkünstler schöpft seine Inspiration aus seinen mediterranen Wurzeln, sowohl durch den Bezug auf Mythen und Erzählungen aus seiner Heimat als auch durch die Verwendung eines Materials aus Feuer und Ruß, das zum Abdruck der Zeit, der Erinnerung und der Identität wird. "Klare Brandung". Der Satz am Eingang, "Das Meer, das Meer, immer wieder neu...", eröffnet die Ausstellung wie eine poetische Schwelle. Er erinnert an eine ständige Bewegung, ein unendliches Atmen, bei dem jede Welle unaufhörlich entsteht, verschwindet und wiedergeboren wird. Dieses Motiv des Neubeginns steht im Mittelpunkt der hier vorgestellten Arbeit. Im Zentrum der Anordnung steht die große Ressac (4 x 6 Meter), die eine zugleich kraftvolle und instabile Energie entfaltet. Um sie herum führen die von Hokusai inspirierten Wellenvariationen diese Erforschung der Bewegung und der Transformation weiter. Der Text aus dem Man'yoshu (Buch VI, Gedicht 1021), der auf einem Eisenfragment dargestellt ist, führt eine archaischere und rituelle Dimension ein. Es handelt sich um ein an die Meeresgottheiten gerichtetes Gebet, in dem um Schutz vor den unberechenbaren Kräften des Meeres und um eine sichere Rückkehr in die Heimat gebeten wird. Dieser Text steht in direkter Resonanz mit dem Werk von Jean-Paul Marcheschi. Wie die Welle ist auch das Feuer, das er in seiner Praxis verwendet, sowohl eine Kraft der Zerstörung als auch ein Prinzip der Enthüllung. Es schreibt eine lebendige, von den Elementen geprägte Erinnerung in die Oberfläche ein. So schlägt die Ausstellung eine sensible Durchquerung vor: zwischen Meer und Feuer, Erscheinung und Verschwinden, Gefahr und Rückkehr. Der Besucher ist eingeladen, diese Bewegung der Brandung zu erleben, bei der jede Form aus dem Chaos hervorzugehen scheint, bevor sie in einem endlosen Zyklus wieder dorthin zurückkehrt. "Schwarze Gesichter". Die Ausstellung ist Teil einer Reflexion über die tiefen Verbindungen zwischen Materie, Erinnerung und Menschlichkeit, in der sich fruchtbare Spannungen, Energien und Resonanzen entfalten, die für den Mittelmeerraum typisch sind. Der korsische Künstler Jean-Paul Marcheschi entwickelt seit 1982 eine einzigartige Praxis, in der das Feuer zum eigentlichen Werkzeug der Kreation wird, indem es den Pinsel ersetzt und eine lebendige und unvorhersehbare Spur in die Materie schreibt. Sein Werk lässt das Licht aus der Materie selbst hervorgehen. Mit der Serie der Gesichter erforscht der Künstler eine wesentliche und zeitlose Menschlichkeit. Diese anonymen und zugleich universellen Figuren scheinen aus dem Schatten aufzutauchen, als wären sie der Nacht entrissen. Das Schwarz ist nicht abwesend, sondern tief, eine Matrix, aus der das Licht hervorgeht. Das Feuer, das zum Pinsel geworden ist, schreibt eine lebendige Erinnerung in die Materie. Der Künstler beschwört so eine archaische Kraft herauf, die an die Figur des Hephaistos erinnert. Aus dieser Spannung zwischen Auslöschung und Erscheinung entsteht eine Präsenz, in der jedes Gesicht zu einer Spur, einem Abdruck und einem Rätsel wird. In der Cisterna verlängert ein Projektionsgerät die Erfahrung. Es werden drei Filme gezeigt, die der Arbeit von Jean-Paul Marcheschi gewidmet sind: seine Technik, seine Beziehung zum Feuer und die intellektuelle Dimension seines Werks. In unmittelbarer Nähe zu den Werken installiert, lädt diese Vorrichtung zu einem sensiblen Eintauchen in einen fast unterirdischen Ort ein, der die Resonanz von Bildern und Materialien fördert. Der Besucher wird zu einer einzigartigen Erfahrung eingeladen, bei der die Elemente miteinander in Dialog treten und jedes Gesicht zum Ort einer Begegnung wird, zwischen intimer Erinnerung und geteilter Menschlichkeit. Jean-Paul Marcheschi - Ein Künstler zwischen Schatten, Feuer und Erinnerung. Der korsische Künstler Jean-Paul Marcheschi wurde 1951 in Bastia geboren und arbeitet heute hauptsächlich in Paris. Er wurde an den Arts décoratifs in Nizza und am Institut d'art et d'archéologie in Paris ausgebildet und führt eine reiche künstlerische Karriere, die durch Abschlüsse in Kunstgeschichte unterstützt wird. Seit den 1990er Jahren entwickelt er eine einzigartige Praxis, in der das Feuer zum eigentlichen Werkzeug des Schaffens wird, indem es den Pinsel ersetzt und eine lebendige und unvorhersehbare Spur in die Materie schreibt. Er entwickelt ein Werk, in dem das Licht aus der Materie hervorgeht. In der Serie Variations autour de la vague wird die Welle zu einem Raum der Transformation: Der Glanz des Schaums entsteht aus der dunklen Tiefe, in einem ständigen Dialog zwischen Erscheinen und Verschwinden. Sein künstlerisches Universum schwankt zwischen Dunkelheit und Licht, als ob die Schöpfung aus der Konfrontation zwischen diesen beiden Extremen entstehen müsste. Seine Werke, die zugleich kraftvoll und zerbrechlich sind, offenbaren eine Handschrift, die von elementaren Kräften durchzogen ist. Weitere Informationen zu ihrem Werdegang, ihren Werken und Schriften finden Sie auf ihrer offiziellen Website www.marcheschi.fr.
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